Wilhelm E. Süskind – Studien
Wilhelm E. Süskind – Studien
Hartwig Wiedow
„Es ist kein Farewell to Arms, kein Farewell to Letters, das ich damit ausspreche – eher das Gegenteil: eine Rückkehr in die Waffenkammer der Literatur.“ Mit diesem Satz aus einem 1961 geschriebenen Selbstporträt versuchte W. E. Süskind (1901–1970), den Titel eines Hemingway-Romans aufnehmend, sich und seinen Lesern zu erklären, warum er den Abschied vom Schreiben erzählender Prosa und die Hinwendung zur politischen Publizistik nicht als Bruch in seinem Lebensweg ansah. Stationen dieses Lebenswegs waren in der Weimarer Republik der viel beachtete Roman „Jugend“ und einfühlsame Buchbesprechungen; im „Dritten Reich“ die Herausgabe der Zeitschrift „Die Literatur“ und die Tätigkeit als Literaturkritiker; nach 1945 die Berichterstattung vom Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß für die Süddeutsche Zeitung, deren leitender politischer Redakteur Süskind 1959 wurde. Diese Vielseitigkeit Süskinds (zu der auch eine Tätigkeit als Sprachkritiker gehört) bildet den Mittelpunkt von Studien, die den Jugendfreund von Klaus und Erika Mann als einen Vertreter einer Generation sehen, die im Gefühl großer Verlassenheit vor dem Trümmerfeld der Formen und Inhalte menschlichen Denkens stand. Mit der vorliegenden Arbeit wird beabsichtigt, einen vergessenen Schriftsteller „zurückzuholen“.
ISBN 978-3-932070-58-7
198 Seiten

