Der Deutsche Werkbund in seinen Bezügen zu Hagen

...nicht nur zum Tee bei Osthaus...


Claus-Uwe Derichs

Herausgeber:

Deutscher Werkbund Nordrhein-Westfalen

244 Seiten


Der Deutsche Werkbund, 1907 in München gegründet, 1933 in Würzburg durch eigenen Beschluss den Nationalsozialisten überlassen, von diesen 1936 aufgelöst, kann 2027 auf sein 120jähriges Gründungsjubiläum zurückblicken. 2027 besteht das Folkwang-Museum, dessen Anfänge und Grundlagen aus Hagen stammen, seit 125 Jahren. Vor mehr als 100 Jahren wurde in Hagen gemeinsam mit dem Deutschen Werkbund das Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe gegründet. Anlass, die Bezüge zwischen Deutschem Werkbund und Hagen zu betrachten.

Hagen hatte von Anfang an eine nicht zu unterschätzende Verbindung zum Deutschen Werkbund, die ihren besonderen Ausdruck 1909 mit der Gründung des Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe in Hagen sowie 1914 im „Hagener Raum“ auf der Werkbundausstellung in Köln fand. Während der Kölner Werkbundausstellung veranstaltete der DWB am 5. Juli 1914 in Hagen eine Tagung, anlässlich derer Karl Ernst Osthaus die versammelten Werkbundmitglieder zum Tee in den Hohenhof einlud.

Ziel dieses Buches ist es, weniger bekannte Werkbundmitglieder, wie z.B. Will Lammert, Albert Kranz, Rudolf Grünewald, Friedrich Wilhelm Braß, Martel Schwichtenberg, Rudolf Severin oder Bernhard van der Minde und ihr Wirken in und aus Hagen zu betrachten, sowie die Beziehungen zwischen Hagen und dem Werkbund zu beleuchten. Unverändert gilt noch heute, was Julius Posener dem Werkbund am 6. Oktober 1982 zum 75. Geburtstag für die Zukunft mit auf den Weg gegeben hat:

„Zu tun ist jetzt genug, was der Werkbund, und ich meine nur der Werkbund, in Angriff nehmen kann. Packen wir es an!“


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